Zum Inhalt springen NeuOnline-Wundvisite — Beratung per Video, ohne Anfahrt, für Sie kostenfreiTermin wählen
Anliegen melden
Wundwissen · für pflegende Angehörige

Dekubitus zu Hause vorbeugen— was Angehörige tun können

Ein Druckgeschwür entsteht, wenn eine Stelle zu lange belastet wird. Wer viel liegt oder sitzt, ist gefährdet. Die gute Nachricht: Mit Aufmerksamkeit im Alltag lässt sich viel verhindern.

Montag bis Freitag, 8:00 – 16:30 Uhr

Stand: 25.09.2026 · Herausgegeben von der MM Wunde GmbH

Diese Seite ersetzt keine ärztliche Untersuchung und keine Anleitung durch eine Pflegefachkraft. Welche Maßnahmen im Einzelfall richtig sind, legen Praxis und Pflegefachkraft fest.

Die fünf Grundregeln

Worauf es im Alltag ankommt

Druck entlasten

Die Lage regelmäßig verändern — auch kleine Bewegungen helfen. Wie oft, legt die Pflegefachkraft nach dem Zustand der Haut fest. Fersen möglichst frei lagern.

Haut täglich ansehen

Besonders Steiß, Fersen, Hüften, Ellenbogen, Hinterkopf und Ohren. Eine Rötung, die nicht verschwindet, ist ein Warnzeichen.

Den Fingertest kennen

Auf die gerötete Stelle kurz mit dem Finger drücken. Wird sie dabei nicht blass, kann das der Beginn eines Dekubitus sein — dann Praxis oder Pflegedienst informieren.

Haut schützen

Trocken und sauber halten, besonders bei Inkontinenz. Milde Pflege, nicht reiben. Gerötete Stellen nicht massieren.

Essen und trinken

Genug trinken und eiweißreich essen hilft der Haut. Wer wenig isst, sollte das mit der Praxis besprechen.

Bewegung fördern

Was jemand selbst noch kann, sollte er selbst tun — aufstehen, sich drehen, das Gewicht verlagern. Jede eigene Bewegung zählt.

Lieber nicht

Was gut gemeint ist, aber schadet

  • Sitzringe und Gummiringe — sie drücken rundherum und verschlechtern die Durchblutung
  • Gerötete Stellen massieren oder mit Eis und Föhn behandeln
  • Felle oder dicke Unterlagen, unter denen sich Feuchtigkeit staut
  • Die Lage nur „nach Gefühl“ wechseln, ohne es aufzuschreiben
Zum Ausdrucken

Die Checkliste für zu Hause

Dekubitus vorbeugen — Checkliste für Angehörige

Eine Seite zum Aufhängen: die fünf Grundregeln, der Fingertest, die gefährdeten Stellen und ein Feld für die Nummern Ihrer Praxis und Ihres Pflegedienstes.

PDF · A4, eine Seite · kostenlos · keine Anmeldung nötig

Checkliste herunterladen
Fragen und Antworten

Was Angehörige zum Dekubitus fragen

Wer ist besonders gefährdet?

Menschen, die viel liegen oder sitzen und sich wenig selbst bewegen — etwa nach einem Schlaganfall, bei Demenz oder großer Schwäche. Auch Diabetes, Inkontinenz, Untergewicht und Durchblutungsstörungen erhöhen das Risiko.

Wie schnell entsteht ein Dekubitus?

Schon nach wenigen Stunden Druck kann die Haut Schaden nehmen — bei sehr gefährdeten Menschen auch schneller. Deshalb ist die tägliche Beobachtung so wichtig.

Wer bezahlt eine Spezialmatratze?

Eine druckverteilende Matratze kann ärztlich verordnet werden. Bei Pflegegrad kommen auch Pflegehilfsmittel über die Pflegekasse in Frage. Wir sagen Ihnen, was sinnvoll ist.

Die Stelle ist schon offen. Was jetzt?

Dann ist es eine Wunde, die fachlich versorgt werden sollte. Informieren Sie die Praxis. Unsere Wundexpertin kommt auf Verordnung zu Ihnen nach Hause und stimmt die Versorgung mit Praxis und Pflegedienst ab.

Unsicher, ob eine Stelle gefährdet ist?

Wir beraten Sie — zu Hause oder per Video. Für Sie kostenfrei.

Rückruf anfordern

Mehr zum Thema: Dekubitus — Entstehung und Kategorien.

Sie entscheiden nicht allein? Schicken Sie diese Seite an Geschwister oder Angehörige.

per E-Mail