Schaumverband
Ein weiches, gepolstertes Kissen aus Schaumstoff, oft mit einem Rand aus Silikon, der sich sanft löst.
Schaumverband, Alginat, Hydrogel, Silber: Die Namen klingen fremd. Hier erklären wir, was dahintersteckt, wer die Auflagen verordnet, wer sie bezahlt — und wo Sie Beratung bekommen.
Montag bis Freitag, 8:00 – 16:30 Uhr
Diese Seite erklärt Begriffe und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Sie enthält keine Empfehlung, welche Auflage für eine Wunde richtig ist. Das entscheiden Ärztin oder Arzt — am besten zusammen mit einer Wundfachkraft. Bitte wechseln Sie die Art der Auflage nicht ohne Rücksprache.
Moderne Wundauflagen sind keine einfachen Pflaster. Es gibt viele Gruppen mit unterschiedlichen Eigenschaften — und welche davon passt, hängt vom Zustand der Wunde ab.
Diesen Zustand beurteilt Fachpersonal, und er verändert sich mit der Zeit. Deshalb wird die Auswahl regelmäßig überprüft und kann sich ändern. Das ist kein Zeichen, dass vorher etwas falsch war.
Diese Bezeichnungen stehen auf Packungen und Rezepten. Wir beschreiben nur, was die Gruppen sind — nicht, wofür sie im Einzelfall eingesetzt werden. Markennamen nennen wir bewusst nicht.
Ein weiches, gepolstertes Kissen aus Schaumstoff, oft mit einem Rand aus Silikon, der sich sanft löst.
Fasern, die Flüssigkeit aufnehmen und dabei zu einem weichen Gel werden. Darüber kommt meist ein zweiter Verband.
Auflagen mit einem Kern, der besonders viel Flüssigkeit aufnehmen und festhalten kann.
Ein durchsichtiges Gel mit hohem Wasseranteil — als Gel aus der Tube oder als Auflage.
Eine dünne, selbstklebende Platte, die sich mit der Zeit weißlich verfärbt und aufquillt. Das ist gewollt.
Folien sind dünn und durchsichtig. Wundgaze und Salbenkompressen sind feine Gitter, die nicht mit der Wunde verkleben sollen.
Auflagen, denen ein Wirkstoff gegen Keime zugesetzt ist. Ob und wie lange sie eingesetzt werden, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Kompressen, Binden und Fixiervlies halten die eigentliche Auflage an ihrem Platz.
Wundauflagen für eine chronische Wunde oder eine Wunde nach einer Operation verordnet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf Rezept. Nach einem Krankenhausaufenthalt kann auch die Klinik für die ersten Tage verordnen.
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Sie zahlen die gesetzliche Zuzahlung: zehn Prozent, mindestens 5 und höchstens 10 Euro je Verordnung — außer Sie sind von Zuzahlungen befreit.
Was wir tun: Unsere Wundexpertin besucht Sie zu Hause, berät Sie herstellerneutral und stimmt sich mit Ihrer Praxis und Ihrem Pflegedienst ab. Das verordnete Material wird zu Ihnen nach Hause geliefert. Den Verband wechselt weiter Ihr Pflegedienst oder Ihre Praxis. Beratung und Besuche kosten Sie nichts.
Für kleine Alltagsverletzungen ja. Bei einer Wunde, die lange nicht zugeht, oder nach einer Operation gehört die Auswahl in die Hand der Praxis. Auf Rezept übernimmt die Krankenkasse die Kosten, bis auf die gesetzliche Zuzahlung.
Das ist sehr unterschiedlich und hängt von der Wunde und der Auflage ab. Den Rhythmus legt die behandelnde Praxis fest — fragen Sie dort nach, wenn Sie unsicher sind.
Nein. Eine Auflage ist dann richtig, wenn sie zum Zustand der Wunde passt — das beurteilt Fachpersonal, nicht der Preis.
Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Solche Auflagen sind nicht für jede Wunde und nicht für jeden Tag gedacht.
Bitte nicht ohne Rücksprache. Die Auflage ist Teil der Behandlung, die Ihre Praxis festgelegt hat. Wenn Sie den Eindruck haben, dass sie nicht mehr passt, sprechen Sie es an — genau dafür gibt es die Beratung.
Nein. Wir beraten herstellerneutral. Das Produkt wird von der Praxis verordnet.
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